Lymphdrainage

Diese Behandlung ist eine angenehme Entstauungstherapie bei Schwellungen des Gewebes durch Einlagerung von Lymphflüssigkeit, sogenannten Lymphödemen. Sie entstehen durch eine eiweißhaltige, wässrige Flüssigkeit in den Gewebespalten.
Die Lymphgefäße sind sehr zarte Gefäße in unserem Körper. Sie reagieren auf sanfte, kreisende Bewegungen, die sich angenehm auf der Haut anfühlen. Die so angeregten Gefäße transportieren die übermäßige Flüssigkeit im Gewebe wieder zu dem entsprechenden Lymphknotenpunkt in unserem Lymphgefäßsystem zurück. Außerdem werden die durch das Eiweiß entstandenen Verklebungen gelöst.

Man unterscheidet zwei verschiedene Formen von Lymphödemen, die wir beide in unserer Praxis behandeln.

1. Primäre Lymphödeme

In diesem Fall liegt eine Einschränkung im Aufbau des Lymphsystems selber vor. Beispielsweise können Lymphgefäße teilweise fehlen oder sie sind zu eng angelegt worden. Das Zeichen einer gestörten Lymphgefäßfunktion ist eine Schwellung - ein Lymphödem.

2. Sekundäre Lymphödeme

Alles, was ein Lymphgefäßsystem verletzt, kann im ungünstigen Fall auch zu einer Schädigung und anschließend zu einem sekundären Lymphödem führen. Dies können Operationen, Quetschungen oder Verrenkungen sein aber auch Infektionen durch Bakterien, Viren, Pilze und Würmer.
In unserer westlichen Welt gehört die Behandlung von bösartigen Tumoren zu den häufigsten Ursachen für sekundäre Lymphödeme. Werden bei der Behandlung Lymphknoten entfernt, wird der Lymphfluss unterbrochen. Oftmals ist dies bei der Therapie von Brustkrebs der Fall. Wenn dabei Lymphknoten in der Achsel entfernt werden, ist der Abfluss in den Arm gestört ist.
Wenn Lymphgefäße in der Leiste betroffen sind, wird dadurch der Abfluss im entsprechenden Bein und aus den Beckenorganen beeinflusst.
Es muss jedoch in diesen Fällen nicht zwangsläufig zu einem Ödem kommen. Je nachdem wie gut die Kompensation funktioniert und wie stark das Lymphsystem im Einzelnen belastet wird, sind unterschiedliche Entwicklungen möglich.